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Wer bin ich?

Ich beginne die Arbeit auf diesem Blog mit einem Text über mich selber.

Ich bin Chris, schon älter, verheirateter Familienvater und Mensch, der zwei Hunden ein Zuhause bietet. Ich lebe mit meiner Frau und unseren Kindern, 16 und 10 Jahre alt, am Rande von Krefeld. Hier bin ich gestrandet, nachdem ich in Köln und München studiert und in Hamburg und Köln gearbeitet habe. Nachdem ich das Multimedia Producer Diplom und mein darauf aufbauendes Bachelor of Arts (Hons.) Studium an der SAE in Köln bzw. München mit Dozenten der Middlesex University, London, aus der ganzen Welt beendet hatte, zog es mich zurück in den Weste der Republik. Köln sollte es sein.

Hier hatte ich in der ersten Hälfte meines Studiums schon gelebt und meine ersten Erfahrungen beim damals hoch innovativen Online-Fernsehsender NBC Giga gemacht. Seit 1997 war ich auch schon Teil des Teams beim JUICE Magazin. Dort war ich für die Recherche und die redaktionelle Aufbereitung der News-Doppelseite verantwortlich. Später, als ich dann eine Zeit lang in München gelebt habe, wurde auch der Kontakt zu den Machern und dem Rest der JUICE Crew immer enger.

Zurück zu den Wurzeln.

Ich wurde auf dem Land geboren, wenige Kilometer von der niederländischen Grenze entfernt - und wollte da aber immer weg. Nicht, weil ich meine Familie nicht mochte oder keine Freunde gehabt hätte. Auch meine Kindheit war gut und sorgenfrei. Alles gut also. Ich wollte da irgendwann einfach nur weg, weil mir das Leben auf dem Land (damals) echt auf den Nerv ging und ich mit "Jeder kennt jeden" und "Ach, Du bist der Sohn von ... ?" so gar nicht umgehen konnte. Auch fand ich das allwöchentliche 3-Tage-Besäufnis (auch in Kombination mit irgendwelchen Drogen) in einer der lokalen Kneipen oder der einzigen Diskothek in der Gegend eher schwierig.

Meine Schullaufbahn war wild. Nach der Grundschule ging es aufs Gymnasium, obwohl alle Lehrer meinten, dass die Realschule die bessere Schulform für mich wäre. Ich war nicht dumm, absolut nicht. Eher im Gegenteil. Aber trockene Theorie war damals nicht mein Ding - und ist es bis heute nicht. Am Ende endete ich sogar kurz auf der Hauptschule. Von dort habe ich mich dann über die Höhere Handelsschule (BWL) wieder nach oben gearbeitet. Ein IHK-Praktikum später hatte ich es dann doch noch zur Fachhochschulreife geschafft - um dann an der SAE in Köln mit dem Grundstudium bzw. dem Multimedia Producer Diplom beginnen zu können. Was ich aus dieser Zeit mitnehme? Erklärt euren Kindern, dass Schule, Ausbildung und Studium ganz alleine für sie wichtig ist und die nächsten 2/3 ihre Leben beeinflussen können. Wer da dicht macht und keine Lust hat oder denkt, dass ihm die eigenen Eltern aus jeder Scheiße raushelfen werden - der wird irgendwann feststellen, daß das ein Trugschluss war oder - wenns schlecht läuft - keine Chance mehr haben, sich selber hochzuarbeiten. Ich habe irgendwann dicht gemacht, aber habe mich auch von "ganz unten" bis zum internationalen Bachelor (Hons.) Abschluss hochgearbeitet. Denn den gab es damals in Deutschland noch gar nicht.

Nach meinem Studium zog ich von München zurück nach Köln, wie oben schon gschrieben. Hier war ich erst für VIVA digital tätig, die mir sofort einen Job anboten. Ich kam in das Team als man gerade den Launch der neuen Senderwebseite, viva.tv, vorbereitete. Eine von Pixelpark produzierte Seite, die man damals nur mit einem gebündelten ISDN-Anschluss, also 128 Kbit in der Sekunde Geschwindigkeit, ordentlich aufrufen konnte. Das war schon was. Auf viva.tv wurden eigene Fernsehsendungen ausgestrahlt, die in einem eigenen Studio produziert wurden. Hier durfte ich damals schon immer wieder mal zum Thema HipHop vorsprechen, Fragen beantworten und hatte die große Freude auf z.B. Bela B und Farin Urlaub von den Ärzten zu treffen.

Als klar wurde, dass man sich mit viva.tv ein wenig übernommen hatte und viele Kids damals die Seite aufgrund fehlender technischer Möglichkeiten gar nicht ordentlich und flüssig aufrufen konnten, blieb ich noch etwa ein halbes Jahr bei VIVA und pflegte die Sendungsseiten von Oliver Pocher, der damals gerade bei VIVA gestartet war.

Als man damit begann das VIVA digital Team zu reduzieren, einfach, weil man zuviel wollte und zu wenig erreicht hatte, half mir einer meiner Vorgesetzten dabei, noch vor einer eventuellen Kündigung, einen neuen Job zu finden. Für Peter Gabiel, einem weltweit bekannten Künstler und Gründer der Band "Genesis", den ich damals nicht kannte, und sein Unternehmen

tbc.


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Ich habe eBay Kleinanzeigen für mich entdeckt.

Nein, das hier ist keine Kooperation mit eBay. Auch wenn es vielleicht so klingen wird. Es geht in diesem Text darum, dass ich eBay Kleinanzeigen für mich entdeckt habe und es aktuell liebe, nach Neuem und Altem zu stöbern.

Früher habe ich die Plattform eigentlich nur benutzt, um hin und wieder mal Dinge zu verkaufen. Abgeschreckt von der Art wie dort oftmals miteinander kommuniziert wird, habe ich dem Ganzen eigentlich nie wirklich großes Interesse gewidmet.

Denn Menschen, die keine ganzen Sätze bilden können oder wollen, wollte ich einfach nichts verkaufen. Ich hing an vielen der Dinge, die ich damals abzugeben hatte und wollte sie nur abgeben, weil ich einfach zu wenig Platz hatte oder ich definitiv wusste, dass es irgendwo sicher einen anderen Typen wie mich gibt, der sich freuen wird. Nur den musste man auch finden. Das dauerte.

Ich habe damals so viele Menschen blockiert und ignoriert, das glaubt ihr nicht. So lange bis dann ein netter und interessanter Kontakt zustande kam. Und diese Kontakte waren dann auch der Grund, wieso ich später immer häufiger bei eBay Kleinanzeigen unterwegs war. Es war so wie oft im Leben - alles Gute duert seine Zeit.

Irgendwann begann ich nach einer seltenen Uhr von Seiko zu suchen, einer schwarzen Taucheruhr, die es limitiert erst einmal nur in Asien gab. Die wenigen Expemplare, die es in Europa zu kaufen gab, waren alle sofort weg. In Essen habe ich die Uhr dann aufgestöbert. Ja, ich habe mehr bezahlt als sie irgendwann mal gekostet hat - aber ich hatte eine der seltenen Turtle-Modelle erwischt.

Da ich sehr viele Jeans von Edwin besitze, habe ich irgendwan angefangen, einige der Hosen anzubieten. Ich hasse es neue Jeans einzutragen. Es gibt nichts Schlimmere für mich als eine 100+ Euro Hose erst einmal wochenlang tragen und waschen zu müssen, damit sie einen soliden "used look" bekommt. Wieso dann also nicht getragene Denims suchen und kaufen. Ihr glaubt gar nicht, wie günstig Hosen auf eBay Kleinanzeigen sein können, wenn ihr euch das Eintragen sparen möchtet. Nach und nach verkaufte ich immer mehr meiner knapp über 50 Hosen und kaufte nach und nach neue alte Stücke, die von der Waschung und vom Zustand für mich passend waren. Manch einer würde das niemals tun, ich aber wasche neu gekaufte Hosen immer erst einmal oder auch zweimal mit einem Desinfektionsreiniger. Danach sind die Teile nicht anders als meine eigenen, die ich eine gewisse Zeit lang getragen habe.

Oft hört man auch davon, dass auf den eBay Plattformen Fakes angeboten und verkauft werden. Also Plagiate, Repliken oder schlicht Kopien von Markenware. Da ich während meines Studiums schon einmal eine Facharbeit zu dem Thema "Gefälschte Uhren" geschrieben habe, war mir das ganze Thema nicht fremd. Denn wenn man in diesem Umfeld recherchiert, rutscht man von einer Quelle zur nächsten Seite und reibt sich oftmals nur ungläubig die Augen. Da aktuell Marken wie z.B. Gucci, Balenciaga, Dior oder Louis Vuitton und nahezu alle limitierten Sneaker bei den Kids und jungen Erwachsenen hoch im Kurs stehen, muss dieser Bedarf gedeckt werden.

Ich kenne wenige Menschen, die ihren Kindern ab 14 Hoodies ab 250 Euro aufwärts oder Jacken ab 500 Euro bezahlen können oder wollen. Klar, es wird diese Eltern geben, die das können und die schon Säuglinge und Kleinkinder in Polo- oder Moncler-Klamotten durch ihr Leben tragen, aber normal ist das nicht. Zumindest nicht für Viele, die trotzdem in Stone Island, Gucci, Moncler oder Burberry herumlaufen. Spezielle Facebook-Gruppen, Webseiten in Asien und der Typ am Bahnhof regeln das dann. Manchmal so gut gefälscht, dass es selbst einem Fachmann nicht sofort auffällt, aber meist so mies umgesetzt, dass man sich für die Träger schämen und ihren finanziellen Verlust beklagen möchte.

Aber zurück zu mir. Mit all diesem Wissen über Plagiaten und Fakes habe ich trotzdem versucht, erliche Verkäufer von echter Ware ausfindig zu machen. Zum Beipsiel ist meine Louis Vuitton Geldbörse echt. Ich habe sie nach dem Kauf prüfen lassen, obwohl ich die originale Rechnung dazu bekommen habe. Wieso Louis Vuitton? Weil die Geldbörsen echt von sehr hoher Qualität sind und viele Jahre ihren Job machen. Außerdem gefällt mir das Monogram-Design sehr. Auch meine Stone Island Jacken-Sammlung, die ich mit mehreren Käufen zu nicht reduzierten Originalpreisen bei Breuninger und Co. gestartet habe, wuchs durch taktisches Agieren auf eBay und eBay Kleinanzeigen. Denn wer die Marke kennt, der weiß, dass man alte Modelle nur so lange bekommt, bis die Ware aus den Lagern der Händler abverkauft ist. Selten bringt das Unternehmen eine Jacke zwei Mal in den Handel. Das bedeutet, dass Modelle, Designs und Colorways aus 2017, 2018 oder 2019 nicht mehr so einfach zu bekommen sind.

Wer hier aber alle wichtigen Suchen gespeichert hat, der wird über jede neue Jacke oder jedes neues Kleidungsstück informiert. Wenn dann eine Jacke dabei ist, kann man mit den Verhandlungen beginnen. Über das Certilogo in den neueren Produkten von Stone Island kann man schon sehr gut erkennen, ob es sich um echte Ware handelt. Auch die Produktnummer gibt Aufschluss darüber, wann und in welcher Kollektion ein Produkt auf den Markt kam. Fäscher in Asien wissen dies meist nicht und klatschen irgendwelche Nummern auf ihre Fakes.

Ich bin aktuell im Besitz von etwa 10 Jacken der Marke. Allesamt habe ich entweder zum Neupreis oder zu angemessenen Gebrauchtpreisen bekommen. Dafür habe ich lange mit den vorherigen Besitzern kommuniziert und alle Register gezogen, was die Überprüfung der Echtheit angeht. Manchmal habe ich sogar eine respektiere Facebook-Gruppe um ihre Meinung gebeten und mir erklären lassen, wieso eine Jacke echt ist - oder eben nicht.